Kategorie: Wegeventile

Wegeventile (auch Schaltventile oder Richtungsventile) sind zentrale Komponenten in jeder hydraulischen Anlage, die die Richtung des Arbeitsfluids ändern. Sie öffnen oder schließen Pfade, um den Hydraulikstrom zu verschiedenen Anschlüssen zu leiten und so Aktoren wie Zylinder und Hydromotoren zu steuern.

Ihr Funktionsprinzip basiert auf der Bewegung eines internen Elements – dem Schieber (Kolben) oder einer Scheibe – das den Ölfluss von der Pumpe zum gewünschten Arbeitsabschnitt und zurück zum Tank umleitet.

Haupttypen:

  1. Schieberventile: Am häufigsten. Ein zylindrischer Schieber bewegt sich axial, um Anschlüsse zu verbinden oder zu trennen. Sie werden manuell, elektrisch, mechanisch u.ä. betätigt.
  2. Kolbenventile: Ähnlich wie Schieberventile, aber mit einem massiveren Kolben, oft für größere Durchflüsse und Drücke.
  3. Sitzventile (oder Teller-/Kegelventile): Nutzen rotierende oder gleitende Scheiben (Teller) zum Öffnen/Schließen des Flusses. Sie bieten eine dichte Abdichtung und sind unempfindlicher gegenüber Verunreinigungen.

Bedeutung:

Wegeventile sind unverzichtbar. Sie ermöglichen:

  • Die Steuerung von Bewegungen (vorwärts/rückwärts, aufwärts/abwärts).
  • Die Umkehrung der Bewegungsrichtung.
  • Die Auswahl von Arbeitsfunktionen.

Ohne sie könnten Hydrauliksysteme ihre Aufgaben nicht effektiv und kontrolliert ausführen.